Filme (Arbeitsmateral)
sowi-online dankt dem Landesinstitut für Schule, Soest, und der Redaktion von learn:line für die freundliche Genehmigung zur Aufnahme dieser Seite in das Angebot von sowi-online.
Arbeitsblatt "Filmbewertungsprofil"
Im Folgenden sind einige gegensätzliche Begriffspaare aufgeführt.
Bitte entscheiden Sie sich rein gefühlsmäßig für
jeweils eine der fünf zur Auswahl stehenden Möglichkeiten.
Bitte spontan ohne langes Überlegen ankreuzen!
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heiß |
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kalt |
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grau |
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gut |
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schlecht |
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leer |
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voll |
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verspielt |
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ernst |
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politisch |
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apolitisch |
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trüb |
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klar |
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falsch |
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wahr |
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aufbauend |
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zerstörend |
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realistisch |
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utopisch |
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bequem |
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unbequem |
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beruhigend |
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beunruhigend |
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friedlich |
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aggressiv |
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aussichtslos |
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mobilisierend |
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zerfahren |
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geordnet |
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unterwürfig |
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herrisch |
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traurig |
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froh |
Weitere Bemerkungen
Zur Technik und Organisation von Filmveranstaltungen
Auswahl der Medien
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Steht die richtige Technik zur Verfügung?
35-mm Filme kann man nur im Kino spielen! Für Magnettonfilme braucht man entsprechende Projektoren! Im Videobereich hat sich das VHS-System durchgesetzt. -
Eignet sich das ausgesuchte Medium für die Vorführsituation?
Wie ist die Altersbeschränkung nach der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)? Für ein größeres Publikum sollte man eher Filme statt Videos vorführen, es sei denn es steht ein Videobeamer zur Verfügung. -
Wo hat der Film seinen Platz im Programm?
Ist er Teil eines Seminarprogramms oder wird er für einen einzelnen Filmabend oder für die Freizeitgestaltung im Rahmen eines Seminars benötigt?
Bestellung und Rückversand
- Filme und Videos müssen rechtzeitig, möglichst 4 bis 6 Wochen vor dem geplanten Einsatz bestellt werden, sonst kann es sein, daß der gewünschte Film schon ausgebucht ist.
- Auch beim Verleiher passieren Pannen. Deshalb immer die Terminbestätigung überprüfen. Wenn keine Terminbestätigung kommt, rechtzeitig reklamieren.
- Filmschäden müssen dem Verleiher genannt werden. Es empfiehlt sich, Kopienversicherungen (beim Verleiher) abzuschließen.
- Vorführberichte (Formulare, die den Filmen beiliegen) müssen ausgefüllt werden. Für fehlende Vorführberichte berechnen einige Verleiher Gebühren.
- Bei der Filmabholung (auf der Post oder Bahn) wird i. d. R. eine Vollmacht verlangt, wenn jemand anderes als in den Versandpapieren genannt, den Film abholt. Vollmachten werden auch verlangt, wenn in den Versandpapieren eine Organisation als Empfänger genannt wird.
Vorführung
Für den Filmeinsatz benötigt man:
- Projektor mit Netzkabel, evtl. Verlängerungskabel;
- Ersatzbirnen für Ton und Bild (Lichtton!);
- Ersatzsicherungen;
- Lautsprecher mit Anschlußkabel;
- Leinwand (es reicht auch eine glatte weiße Wand, die Bildqualität ist jedoch entsprechend schlecht);
- Projektionstisch oder Provisorium;
- Verdunklungsmöglichkeit.
Für Videovorführungen benötigt man:
- Videogerät mit Monitor (Fernseher), evtl. Beamer;
- Doppelsteckdose, evtl. Verlängerungskabel;
- Verbindungskabel zwischen Monitor und Videogerät;
- Evtl. Fernbedienung;
- Evtl. Kupplungsstecker (T-Stück) zum Anschluß mehrerer Fernseher.
Die Geräte sollten zu Beginn der Vorführung vorführbereit sein. Der Film sollte eingelegt, die Videokassette an die entsprechende Stelle gespult sein.
Kosten
Zu den reinen Ausleihgebüren des Mediums muß man noch Frachtkosten und Kopienversicherung hinzurechnen, evtl. müssen auch Kosten für einen Vorführraum und Werbematerial einkalkuliert werden.
Verschiedene Verleihstellen geben inzwischen Filme (und Videos), die oft nachgefragt werden, auch als Dauerleihgabe an Einrichtungen weiter, sodaß der Film stets vor Ort zur Verfügung steht.
Überlegungen zur Auswahl von Filmen
Eignung des Films für das Thema
- Wird das Thema zentral oder nur am Rande behandelt?
- Ist der Inhalt des Films noch aktuell, treffen die Informationen noch zu?
- Geht die "Aussage" des Films in der (spektakulären) Machart unter?
Kann der Film
- aufklären
- informieren
- motivieren
- betroffen machen
- veranschaulichen
- in das Thema einführen
- vertiefen
- zum Handeln anregen
- das Thema differenzieren
- unterhalten
Eignet sich der Film für den Einsatz?
- Eignet sich der Film für die Zielgruppe (Alter, Sehgewohnheiten, Vorwissen, momentane Aufnahmefähigkeit und -bereitschaft )?
- Ist der Film verständlich, lassen sich eventuelle Verständnisschwierigkeiten durch vorherige oder nachträgliche Erklärungen ausräumen? Ist die Sprache zu kompliziert (Fremdwörter)? Ist der Film zu abstrakt, verlangt er zu viel Interpretation? Setzt der Film Vorkenntnisse zum Verständnis voraus?
- Ist der Film für das Publikum interessant und attraktiv?
- Kommen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit den emotionalen Anforderungen, die der Film an sie stellt, zurecht?
- Kommen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit den Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit zurecht?
Nähe zum Thema
Bei der Auswahl wird man feststellen, daß eine Reihe von Filmen das Thema nur am Rande oder sehr indirekt oder mit wenig konkreten Sachinformationen behandeln. Das kann ein Nachteil sein, muß es aber nicht. Ein Film, der ein Thema erschöpfend darstellt, ist für die Bildungsarbeit oft weniger brauchbar als einer, der ein Thema anreißt, Lücken läßt, Fragen aufwirft.
Wirklichkeit und Utopie
Die Forderung nach einem "realistischen" Film oder der "ungeschminkten Wirklichkeit" ist problematisch. Science-fiction-Filme können manchmal sehr viel schärfere Kritik an den vorhandenen Verhältnissen üben, weil sie über den Schatten des momentan Denkbaren springen und die Dinge sozusagen aus der Distanz heraus betrachten. Filme beinhalten nicht nur reine Sachinformationen, sondern haben viel mit Phantasie und Kreativität zu tun.
Identifikationsmöglichkeiten
Es wird oft gefordert, vor allem im Bereich der Jugendarbeit, daß Filme Zuschauerinnen und Zuschauern Identifikationsmöglichkeiten anbieten sollen, damit diese z. B. ihre eigenen Probleme wiedererkennen bzw. Probleme anderer besser verstehen lernen. So läßt sich leichter Betroffenheit auslösen, kann die Zuschauerin und der Zuschauer mit den "Helden" des Films lernen. Aus diesen Einsichten sollte man jedoch kein starres Prinzip machen, denn es gibt auch sehr gute Filme, die bewußt ohne diesen Mechanismus arbeiten. Zudem lassen Identifikationsmöglichkeiten der Zuschauerin bzw. dem Zuschauer oft wenig Raum für kritische Distanz.
Dokumentarfilm oder Spielfilm?
Ein weitverbreitetes Vorurteil besagt, daß Dokumentarfilme anstrengender seien als Spielfilme, sie seien weniger attraktiv, weniger unterhaltend usw. Die Konsequenz ist, daß Dokumentarfilme bei der Filmauswahl oft zu unrecht wenig berücksichtigt werden.
Unerwünschte Nebenwirkungen
Es gibt Filme, die sehr betroffen machen, bei denen es dem Publikum regelrecht die Sprache verschlägt. (Hierzu gehören z. B. eine Reihe von Antikriegsfilmen.) Eine solche Wirkung kann gewollt sein, sie muß dann jedoch entsprechend aufgefangen und aufgearbeitet werden. Steht Zeit hierfür nicht zur Verfügung, ist es sinnvoller, auf solche stark emotional wirkende Filmen zu verzichten.
Untertitel
Vor allem Zuschauerinnen und Zuschauer, die keine Fremdsprachenkenntnisse besitzen, empfinden Untertitel als anstrengend. Filme mit Untertitel sollten nur in besonders vorbereiteten und motivierten Gruppen eingesetzt werden.
Vgl. P. Zander, a. a. O.
Kriterienkatalog
Kriterien zur Einschätzung der potentiellen Leistungen von Filmen
Verstehbarkeit
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Eindeutigkeit / Mehrdeutigkeit, Einfachheit / Komplexität von
- Geschehen,
- Aufbau,
- Personen und Beziehungen.
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Symbole
- Welche allgemeinen Symbole werden verwendet?
- Welche Symbole, die in ihrer Aussage nicht allgemein festgelegt sind, werden verwendet?
- Welche Bedeutung haben die Symbole für das Verständnis des Films?
Vermitteltes Weltbild
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Was wird über Menschen und deren Lebensverhältnisse ausgesagt?
- durch das dargestellte Geschehen insgesamt,
- durch einzelne Szenen,
- durch einzelne Personen und Beziehungen,
- durch die dargestellte Umwelt,
- durch die dargestellte Wertewelt.
- Welche Mitteilungen über die Lebensverhältnisse und die Erfahrungen von Menschen werden explizit formuliert?
-
Wie sind diese Mitteilungen dargestellt und gewichtet durch
- Dramaturgie (Darstellungsdauer, Wiederholungen usw.),
- Form (Kameraeinstellungen, Beleuchtung, Farbgebung, Musik, Geräusche, Bewegungen usw.)?
Emotionale Erlebnisqualität und Erlebnisintensität
-
Emotionale Anteilnahme/Betroffenheit durch
- Bilder und Sprache,
- das gezeigte Geschehen im einzelnen,
- Identifikationsfiguren,
- Originalität der Bildinhalte,
- Aufbau des Geschehens.
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Verstärkung der emotionalen Anteilnahme/Betroffenheit durch
- Kameraführung (Nah-, Großaufnahme, Fahrten, Schwenks usw.),
- Beleuchtung, Beleuchtungseffekte,
- Montage (Bildabfolgen),
- Farbgebung / Farbeffekte,
- Musik (Ergänzung oder Kontrast zum Bild),
- Geräusche (Ergänzung oder Kontrast zum Bild),
- Bewegungsmanipulationen.
Für eine Filmanalyse sollten ferner Informationen eingezogen werden über:
- Auftraggeber, Geldgeber und Hersteller (Filmemacher),
- die gesellschaftliche / politische Situation, in der der Film entstand,
- den politischen Standort des Herstellers und Regisseurs.
Vgl. Willibald Geueke: Entwicklungspolitisches Lernen mit Spielfilmen. In: Medien praktisch 3/88, S. 6.
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Eine Anfrage zum pädagogischen Nutzen von Kriterienkatalogen
Aus pädagogischer Sicht ist die Frage entscheidend, in welcher Phase eines Lernprozesses und mit welcher Absicht ein Film eingesetzt werden soll. Da derartige Fragen in den Kriterienkatalogen nicht auftauchen, kann man mit ihrer Hilfe auch nicht zu einem Urteil über die Eignung von Filmen gelangen. Wichtig sind derartige Kriterienkataloge jedoch, um die Vorbereitung und Auswertung des Films gezielt angehen zu können. Mit ihrer Hilfe läßt sich genauer sagen, welche Fragen an den Film gestellt werden müssen oder welche Materialien zur Ergänzung herangezogen werden sollten. Vgl. Asit Datta / Wolf-Rüdiger Wagner: Kriterienkataloge und ihr pädagogischer Nutzen. In: Medien praktisch 3/88, S. 9 f. |
Keywords: Unterrichtsmethoden, Unterrichtsmethode, Methoden, Lehr-Lern-Methoden
Übersicht: Literaturhinweise + online - Dokumente
Übersicht: online - Dokumente
© 2003 Landesinstitut für Schule, Soest; © 2005 sowi-online e.V., Bielefeld
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Bearbeitung: Carsten Koch
Veröffentlichungsdatum: 20.07.2005
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