Filme (Arbeitsmateral)

sowi-online dankt dem Landesinstitut für Schule, Soest, und der Redaktion von learn:line für die freundliche Genehmigung zur Aufnahme dieser Seite in das Angebot von sowi-online.

Arbeitsblatt "Filmbewertungsprofil"

Im Folgenden sind einige gegensätzliche Begriffspaare aufgeführt.
Bitte entscheiden Sie sich rein gefühlsmäßig für jeweils eine der fünf zur Auswahl stehenden Möglichkeiten.

Bitte spontan ohne langes Überlegen ankreuzen!

heiß

 

 

 

 

 

kalt

frisch

 

 

 

 

 

abgestanden

stark

 

 

 

 

 

schwach

farbig

 

 

 

 

 

grau

gut

 

 

 

 

 

schlecht

leer

 

 

 

 

 

voll

verspielt

 

 

 

 

 

ernst

politisch

 

 

 

 

 

apolitisch

trüb

 

 

 

 

 

klar

falsch

 

 

 

 

 

wahr

aufbauend

 

 

 

 

 

zerstörend

realistisch

 

 

 

 

 

utopisch

bequem

 

 

 

 

 

unbequem

beruhigend

 

 

 

 

 

beunruhigend

friedlich

 

 

 

 

 

aggressiv

aussichtslos

 

 

 

 

 

mobilisierend

zerfahren

 

 

 

 

 

geordnet

unterwürfig

 

 

 

 

 

herrisch

traurig

 

 

 

 

 

froh


Weitere Bemerkungen


Zur Technik und Organisation von Filmveranstaltungen

Auswahl der Medien

Bestellung und Rückversand

Vorführung

Für den Filmeinsatz benötigt man:

Für Videovorführungen benötigt man:

Die Geräte sollten zu Beginn der Vorführung vorführbereit sein. Der Film sollte eingelegt, die Videokassette an die entsprechende Stelle gespult sein.

Kosten

Zu den reinen Ausleihgebüren des Mediums muß man noch Frachtkosten und Kopienversicherung hinzurechnen, evtl. müssen auch Kosten für einen Vorführraum und Werbematerial einkalkuliert werden.

Verschiedene Verleihstellen geben inzwischen Filme (und Videos), die oft nachgefragt werden, auch als Dauerleihgabe an Einrichtungen weiter, sodaß der Film stets vor Ort zur Verfügung steht.


Überlegungen zur Auswahl von Filmen

 

Eignung des Films für das Thema

 

Kann der Film

 

Eignet sich der Film für den Einsatz?

 

Nähe zum Thema

Bei der Auswahl wird man feststellen, daß eine Reihe von Filmen das Thema nur am Rande oder sehr indirekt oder mit wenig konkreten Sachinformationen behandeln. Das kann ein Nachteil sein, muß es aber nicht. Ein Film, der ein Thema erschöpfend darstellt, ist für die Bildungsarbeit oft weniger brauchbar als einer, der ein Thema anreißt, Lücken läßt, Fragen aufwirft.

 

Wirklichkeit und Utopie

Die Forderung nach einem "realistischen" Film oder der "ungeschminkten Wirklichkeit" ist problematisch. Science-fiction-Filme können manchmal sehr viel schärfere Kritik an den vorhandenen Verhältnissen üben, weil sie über den Schatten des momentan Denkbaren springen und die Dinge sozusagen aus der Distanz heraus betrachten. Filme beinhalten nicht nur reine Sachinformationen, sondern haben viel mit Phantasie und Kreativität zu tun.

 

Identifikationsmöglichkeiten

Es wird oft gefordert, vor allem im Bereich der Jugendarbeit, daß Filme Zuschauerinnen und Zuschauern Identifikationsmöglichkeiten anbieten sollen, damit diese z. B. ihre eigenen Probleme wiedererkennen bzw. Probleme anderer besser verstehen lernen. So läßt sich leichter Betroffenheit auslösen, kann die Zuschauerin und der Zuschauer mit den "Helden" des Films lernen. Aus diesen Einsichten sollte man jedoch kein starres Prinzip machen, denn es gibt auch sehr gute Filme, die bewußt ohne diesen Mechanismus arbeiten. Zudem lassen Identifikationsmöglichkeiten der Zuschauerin bzw. dem Zuschauer oft wenig Raum für kritische Distanz.

 

Dokumentarfilm oder Spielfilm?

Ein weitverbreitetes Vorurteil besagt, daß Dokumentarfilme anstrengender seien als Spielfilme, sie seien weniger attraktiv, weniger unterhaltend usw. Die Konsequenz ist, daß Dokumentarfilme bei der Filmauswahl oft zu unrecht wenig berücksichtigt werden.

 

Unerwünschte Nebenwirkungen

Es gibt Filme, die sehr betroffen machen, bei denen es dem Publikum regelrecht die Sprache verschlägt. (Hierzu gehören z. B. eine Reihe von Antikriegsfilmen.) Eine solche Wirkung kann gewollt sein, sie muß dann jedoch entsprechend aufgefangen und aufgearbeitet werden. Steht Zeit hierfür nicht zur Verfügung, ist es sinnvoller, auf solche stark emotional wirkende Filmen zu verzichten.

 

Untertitel

Vor allem Zuschauerinnen und Zuschauer, die keine Fremdsprachenkenntnisse besitzen, empfinden Untertitel als anstrengend. Filme mit Untertitel sollten nur in besonders vorbereiteten und motivierten Gruppen eingesetzt werden.

Vgl. P. Zander, a. a. O.


Kriterienkatalog


Kriterien zur Einschätzung der potentiellen Leistungen von Filmen

 

Verstehbarkeit

 

Vermitteltes Weltbild

 

Emotionale Erlebnisqualität und Erlebnisintensität

 

Für eine Filmanalyse sollten ferner Informationen eingezogen werden über:

Vgl. Willibald Geueke: Entwicklungspolitisches Lernen mit Spielfilmen. In: Medien praktisch 3/88, S. 6.

 

Eine Anfrage zum pädagogischen Nutzen von Kriterienkatalogen


Je konsequenter man die Kriterienkataloge dazu benutzt, Filme auf die Einhaltung eines wie auch immer gearteten "Reinheitsgebotes" durchzutesten, desto größer ist oft die Diskrepanz zwischen Urteil und Einsatzerfahrungen. Filme, die eine gute "Punktezahl" erzielen, erweisen sich oftmals als didaktisch "sperrig". Umgekehrt läßt sich sehr gut mit Filmen arbeiten, an die man besser keinen der gängigen Kriterienkataloge anlegt.

Aus pädagogischer Sicht ist die Frage entscheidend, in welcher Phase eines Lernprozesses und mit welcher Absicht ein Film eingesetzt werden soll. Da derartige Fragen in den Kriterienkatalogen nicht auftauchen, kann man mit ihrer Hilfe auch nicht zu einem Urteil über die Eignung von Filmen gelangen.

Wichtig sind derartige Kriterienkataloge jedoch, um die Vorbereitung und Auswertung des Films gezielt angehen zu können. Mit ihrer Hilfe läßt sich genauer sagen, welche Fragen an den Film gestellt werden müssen oder welche Materialien zur Ergänzung herangezogen werden sollten.

Vgl. Asit Datta / Wolf-Rüdiger Wagner: Kriterienkataloge und ihr pädagogischer Nutzen. In: Medien praktisch 3/88, S. 9 f.

 



Keywords: Unterrichtsmethoden, Unterrichtsmethode, Methoden, Lehr-Lern-Methoden

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