Einleitung zum Reader II: Beiträge von bildungspolitischen Akteuren

Gerd-E. Famulla, Claudia Schreier

Der vorliegende Reader II enthält Beiträge von Akteuren, die an der konzeptionellen, pädagogisch-praktischen bzw. bildungspolitischen Gestaltung der Berufsorientierung an Schulen mitwirken. Ihnen wird hiermit Gelegenheit gegeben, die aktuelle Situation der Berufsorientierung aus ihren jeweiligen Blickwinkeln zu analysieren sowie Strategien zur besseren Gestaltung des Übergangs in Ausbildung und Beruf zur Diskussion zu stellen. Von der zentralen wissenschaftlichen Begleitung des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben" (SWA-Programm) wurden dabei auch Akteure um ihre Beiträge gebeten, die nicht im Programm involviert sind. Gleichwohl können die in diesen Reader aufgenommenen Akteure nur einen Ausschnitt des Spektrums aller an der Berufsorientierung Beteiligten darstellen.

Für die Erstellung der Beiträge wurde außer dem thematischen Rahmen bewusst keine nähere inhaltliche Vorgabe gemacht und den Akteuren anheim gestellt, eigene Akzente im Spektrum der Probleme, Einschätzungen und Maßnahmen zu setzen und damit zugleich ihr Verständnis von Berufsorientierung deutlich zu machen. Die jeweiligen Gewichtungen sind insofern als bedeutsame Zusatzinformationen für die weitere theoretische wie praktische Arbeit im Bereich Berufsorientierung anzusehen. Die hier vorgelegten Stellungnahmen spiegeln nicht die Meinung der zentralen wissenschaftlichen Begleitung wider, sie stellen vielmehr die Breite des Diskurses über Berufsorientierung dar mit zum Teil neuen Elementen und Sichtweisen.

Während also der Reader I eine Sammlung von Grundlagentexten zur Berufsorientierung Jugendlicher enthält, setzen sich die Beiträge dieses Readers II begrifflich, analytisch und strategisch mit Berufsorientierung auseinander und machen deutlich, welche Schwerpunkte die verschiedenen Akteure in ihrer Arbeit in diesem Feld setzen. In den Beiträgen wird der Bogen von kritischer Analyse der aktuellen Situation der Berufsorientierung an Schulen bis hin zu bildungspolitischen Handlungsempfehlungen gespannt.

Thematisch ist der Reader in fünf Bereiche gegliedert, denen die Einzelbeiträge zugeordnet wurden.

1. Übergänge in Ausbildung, Studium und Beruf

Unter dem Titel "Berufsorientierung heute" wird seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (bmbf) dargestellt, mit welchem Engagement der Bund den aktuellen Herausforderungen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt sowie den künftigen Beschäftigungstrends begegnet. Die anhaltenden strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt beeinflussen nicht nur quantitative und qualitative Aspekte der beruflichen Bildung, sondern strahlen auch auf die vorberufliche Bildung aus. Der Bund hat den Handlungsbedarf erkannt und sich mit besonderen Maßnahmen - zum Beispiel beim SWA-Programm in enger Kooperation mit den Ländern und kofinanziert durch den Europäischen Sozialfonds - dieses Bereichs verstärkt angenommen.

In dem Beitrag "Dokumentation zur Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen (Sekundarbereich I und II)" der Kultusministerkonferenz wird erkennbar, mit welchen vielfältigen Konzeptionen die Förderung von Berufsorientierung erfolgt. Deutlich wird, dass die Länder gemeinsame übergeordnete Zielsetzungen verfolgen und ähnliche Maßnahmen durchführen. Angesprochen werden u. a. der Einbezug der Berufsberatungen, die Durchführung von Betriebserkundungen und Betriebspraktika, Modellversuche und außerunterrichtliche Aktivitäten sowie die Lehreraus- und -fortbildung.

Als ein wichtiger Faktor für die weitere wirtschaftlich-technische Entwicklung wird die Nachfrage nach naturwissenschaftlichen Ausbildungsangeboten unter den Studierenden gesehen. Diese Nachfrage ist in Deutschland, im internationalen Vergleich gesehen, relativ gering. Die Hochschulrektorenkonferenz stellt unter dem Titel "Übergang Schule - Hochschule/ Klassifikation von Initiativen zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses" einen Auszug aus der Veröffentlichung der Ergebnisse einer im Auftrag von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz erstellten Studie vor. Die Studie präsentiert ausgewählte Angebote der Nachwuchsförderung am Übergang Schule - Hochschule in den Ländern.

Der Beitrag "Bausteinqualifizierung und Zertifizierung in Grundausbildungslehrgängen - ein Modellversuch im Auftrag des Landesarbeitsamtes Berlin-Brandenburg" des BBJ - Verein zur Förderung kultureller und beruflicher Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen e.V. geht auf die Grundausbildungslehrgänge für Jugendliche ein, die bereits die Schule abgeschlossen haben und auf eine Berufsausbildung vorbereitet werden. Es werden Mängel des bisherigen Konzepts der so genannten G-Lehrgänge identifiziert und ein Modellversuch zur Einführung von Qualifizierungsbausteinen und Zertifikaten in Grundausbildungslehrgängen zur Beseitigung der beschriebenen Mängel vorgestellt.

2. Kooperation in der Berufsorientierung

Schule und Berufsberatung sind mit unterschiedlichen Aufgaben im Bereich der Berufsorientierung Jugendlicher engagiert. Der Aufsatz der Bundesanstalt für Arbeit "Berufsorientierung - Der Beitrag der Arbeitsämter" charakterisiert den gesetzlichen Auftrag der Arbeitsämter zur Berufsorientierung, den gemeinsamen Auftrag von Schule und Berufsberatung sowie die personalen und medialen Dienstleistungsangebote der Arbeitsverwaltungen. Ferner werden die Möglichkeiten erweiterter Berufsorientierungsmaßnahmen mit dem Job-AQTIV-Gesetz und Zukunftsszenarien der Berufsorientierungsarbeit vorgestellt sowie die Medienkompetenz als Schlüsselkompetenz von Berufsberaterinnen und Berufsberatern betont.

In der Weiterentwicklung von Kooperationsformen zwischen Schulen und Betrieben kann die Bundesarbeitsgemeinschaft Schule Wirtschaft auf langjährige Erfolge und ein verzweigtes Netz der Zusammenarbeit zurück blicken. Als Antwort auf die mit hohem Tempo fortschreitenden Veränderungen in der Arbeits- und Berufswelt identifiziert sie in ihrem Beitrag "Berufsorientierung - ein Beitrag zur Lebensorientierung junger Menschen" den Erwerb von Sozial-, Methoden- und Handlungskompetenz bei den Beschäftigten. Hierfür müssten die Grundlagen bereits in Schule und Ausbildung gelegt werden. Des Weiteren wird Ausbildungsfähigkeit aus der Sicht der Wirtschaft definiert sowie das Engagement der Wirtschaft zur Verbesserung der Berufsorientierung im Einzelnen vorgestellt.

Von einer engeren Verzahnung allgemein bildender mit beruflicher Bildung können die Jugendlichen in beiden Systemen profitieren. So sind von einem direkten Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern mit Azubis positive Impulse zu erwarten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di beschreibt in ihrem Beitrag "Ver.di, Perspektive.Plus" die Notwendigkeit dieser engeren Verzahnung und eines direkten Informationsaustausches von allgemein bildenden Schulen und der Berufs- und Arbeitswelt sowie der Erweiterung des berufsorientierenden Unterrichts. Als positives Beispiel wird das Projekt "Perspektive.Plus" im Programm "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben" sowie das entsprechende Anschlussprojekt "Perspektive.Plus II" vorgestellt.

3. Wandel in der Berufs- und Ausbildungsstruktur

Traditionell engagiert sich das Handwerk in Relation zu den dort Beschäftigten überproportional stark in der Ausbildung. Der Deutsche Handwerkskammertag schildert unter der Überschrift "Berufsorientierung und Nachwuchssicherung im Handwerk" die Ausbildungssituation im Handwerk. Der Strukturwandel hin zur Wissensgesellschaft hat auch viele Handwerksberufe verändert und dabei zunehmend Probleme bei der Nachwuchsrekrutierung beschert. Durch gezielte Ansprache sollen Klischeevorstellungen vom Handwerk überwunden und leistungsstarke Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk gewonnen werden, um künftige Leitungsposten und Stellen mit hohem Qualifikationsanspruch zu besetzen.

Eine möglichst breit angelegte, vielseitige Grundbildung in Verbindung mit einer späteren fachlichen bzw. betriebsspezifischen Spezialisierung gelten heute als Leitbild der beruflichen Neuordnung. Die IG Metall entwickelt in ihrem Beitrag "Das Konzept der Grundbildung - Voraussetzung für eine breite Berufsorientierung und berufliche Einsatzfähigkeit" einen Weg von der Stufenausbildung über die Einführung des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) hin zu der Vorstellung einer breiten Grundausbildung, bei der eine zu frühe Spezialisierung vermieden wird. Als Konsequenz wird ein Konzept für eine Neuordnung der Metallberufe vorgestellt und die Vermittlung von Selbstständigkeit als entscheidende Reformperspektive neuer Berufe hervorgehoben.

Weil der Berufs- und Arbeitsplatzwechsel zu einem Strukturmerkmal unseres Erwerbsarbeitssystems geworden ist und viele Jugendliche sich während der Berufsschulzeit mit bildungs- und berufsbiographischen Optionen befassen, ist eine qualifizierte Ausbildung von Berufsschullehrern und -lehrerinnen auch aus der Perspektive einer verbesserten Berufsorientierung bedeutsam. Der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e.V., der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen und die Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft gehen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Titel "Lehrerbildung für berufliche Schulen zwischen Qualität und Quantität" auf die Berufsschullehrerausbildung ein. Thematisiert werden der Nachwuchskräftemangel bei Lehrkräften für das berufsbildende Schulwesen, die Sicherung der Qualität der pädagogischen und didaktischen Ausbildung durch Entwicklung eines Kerncurriculums und die Veränderung der Studienstruktur durch die Einführung neuer Studienmodelle wie dem Bachelor- und Master-Studiengang.

4. Berufsorientierung als Bestandteil des Lebenskonzeptes

Der Deutsche Gewerkschaftsbund beschreibt in seinem Beitrag "Berufsorientierung - Arbeit und Leben aktiv gestalten" die Veränderungen und Probleme, mit denen Jugendliche beim Übergang in das Berufsleben konfrontiert werden. Diese Probleme müssen aufgegriffen und Ausbildungsfähigkeit sowie Schlüsselqualifikationen bei den Jugendlichen entwickelt werden. Berufsorientierung muss sich vor allem daran messen lassen, inwieweit es gelingt, dass Jugendliche einen ersten Schritt in die Arbeits- und Berufswelt schaffen und sich auf Dauer durch lebenslanges Lernen in ihr behaupten können. Sie ist jedoch nicht nur Anpassungsqualifizierung für die Belange der Wirtschaft, sondern sollte den Jugendlichen helfen, ihre Rolle in Gesellschaft und Arbeitswelt zu finden. Dabei sollte den Schülerinnen und Schülern bewusst werden, dass sie ihre Zukunft selber gestalten können.

Der Einfluss der Eltern auf die Berufswahlentscheidung ihrer Kinder ist ungebrochen. Umso wichtiger ist es, die Eltern frühzeitig in die Berufsorientierung einzubeziehen. Der Beitrag des Bundeselternrates mit dem Titel "Berufswahl aus der Sicht der Eltern" beleuchtet die Schwierigkeiten am Übergang Schule - Beruf aus der Sicht der Eltern und geht insbesondere auf jene Faktoren ein, die einer Verbesserung bedürfen. Einem kurzen Einleitungstext folgen zwei Resolutionen, in denen zur Berufsorientierung an Realschulen und Gesamtschulen Stellung bezogen wird und die einen Forderungskatalog an Politik, Schule und Arbeitsverwaltung enthalten. Als besonders wichtig wird die konsequente Durchführung von Praktika erachtet.

Schulabgänger und Schulabgängerinnen sehen sich mit immer ungünstiger werdenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt bei einem gleichzeitigen Abbau der Sozialsysteme konfrontiert. Unter diesen Bedingungen fällt es Jugendlichen schwer, Zukunftsperspektiven zu entwickeln, so dass die Berufsorientierung oftmals ausschließlich anhand der Verfügbarkeit von Ausbildungsstellen erfolgt. Unter der Überschrift "Schule ohne Perspektive: Orientierungslos zum Abschluss" geht die BundesschülerInnenvertretung in ihrem Beitrag auf diese Problematik ein und identifiziert Mängel im Schulsystem. Kritisiert werden althergebrachte Unterrichtsformen wie der Frontalunterricht, die wenig zur Förderung der so genannten Softskills beitragen und deshalb nur unzureichend auf ein lebensbegleitendes Lernen und den wachsenden Anforderungen einer sich stetig verändernden Arbeitswelt gerecht werden können.

Trotz kultureller Unterschiede weisen die Probleme, mit denen sich Jugendliche an der ersten Schwelle in verschiedenen Industrienationen konfrontiert sehen, große Ähnlichkeiten auf. Wie man dieser Problematik in anderen Ländern begegnet, wird an einem Beitrag aus Kanada deutlich. Das National Life/ Work Centre (NL/ WC) ist eine private, nicht profitorientierte Organisation, die sich die Verbesserung der Berufsorientierung Jugendlicher zum Ziel gesetzt hat und landesweit agiert. In alle Programme des NL/ WC sind die kanadische Regierung sowie die Regierungen der Einzelstaaten einbezogen. Der Aufsatz mit dem Titel "Career Management Paradigm Shift. Prosperity for Citizens, Windfalls for Governments" beschreibt Herausforderungen, aber auch Chancen, die eine sich verändernde Arbeitswelt bietet. Es wird erläutert, wie die kanadische Gesellschaft von einer verbesserten Berufsorientierung profitieren kann.

5. Bildung - Beruf -Arbeit

Der Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE) bezieht sich in seinem Beitrag "Bildungschancen - Berufschancen. Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen in der Bildungsdebatte" auf die Diskussion um Schlüsselqualifikationen, deren Vermittlung auch in allgemein bildenden Schulen immer stärker gefordert wird. Es wird verdeutlicht, wie wenig vertretbar eine Trennung von allgemeiner und beruflicher Bildung erscheint, zumal eine engere Verzahnung beider Seiten die Berufsorientierung Jugendlicher nachhaltig verbessern kann. Der Aufsatz greift aktuelle Themen auf, wie die Stufenausbildung und den Einsatz von Zertifikaten zur Anerkennung von bereits erbrachten Leistungen und Teilqualifikationen.

Um den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen zu können, unterliegt auch ein Schulfach Arbeitslehre einer ständigen Wandlung. Der Aufsatz mit dem Titel "Berufswahl - Blindprobe oder Probehandeln" der Gesellschaft für Arbeit, Technik und Wirtschaft im Unterricht e.V. befasst sich mit der Rolle der Arbeitslehre in einer veränderten Wirtschafts- und Arbeitswelt. Traditionell die Berufswahl bestimmende Begriffe wie "Eignung" und "Neigung" werden kritisch analysiert und die Bedeutung des Lernortes Schule für die Arbeits- und Berufsorientierung hervorgehoben. Die Einschränkung der freien Berufswahl durch die allgemeine Verknappung der Ausbildungsmöglichkeiten wird ebenso thematisiert wie das vermeintliche Ende der Beruflichkeit.

Der Text "Arbeitsorientierte Bildung als Bestandteil der Allgemeinbildung" ist der Diskussionsbeitrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu einem gemeinsamen Workshop von Bundeselternrat (BER), Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vom Januar 2000 zum Thema "Schulfach Wirtschaft". Die GEW fordert, die arbeitsorientierte Bildung nicht auf sozioökonomische Aspekte zu begrenzen, sondern dafür zu nutzen, dass Jugendliche lernen, "selbstständig und selbstbestimmt zu leben, für sich selbst und andere Verantwortung zu übernehmen und an der Entwicklung der gesellschaftlichen Belange reflektiert und konstruktiv mitarbeiten" zu können. Die Grundlage hierfür sieht die GEW im Gebrauch eines erweiterten Arbeitsbegriffs (Erwerbsarbeit, Familienarbeit, ehrenamtliche Arbeit, Lernarbeit). Die Argumentation wird in enger Auseinandersetzung mit einem Positionspapier der BDA zum gleichen Workshop entwickelt.

Die Berufsbildungswerke bieten spezielle berufsvorbereitende Maßnahmen an, die das Ziel haben, die persönliche und fachliche Eignung von Jugendlichen zu ermitteln, zu fördern und zu verbessern. Sie richten sich an junge Menschen mit Behinderungen, die weder durch die Berufsberatung des Arbeitsamtes noch durch die Einschaltung des ärztlichen und des psychologischen Dienstes eine für sie geeignete Ausbildungsart gefunden haben. In ihrem Beitrag mit dem Titel "Berufsabklärende und -vorbereitende Maßnahmen in Berufsbildungswerken vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen" beleuchtet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke mit welchen Instrumenten dem individuellen Förderbedarf der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rechnung getragen wird.

Alle hier mit Beiträgen vertretenen Akteure betonen die hohe Bedeutung eines gelingenden Überganges der Jugendlichen von Schule in Ausbildung und Arbeit, wobei der wichtigste Ansatzpunkt zum Erreichen dieses Ziels in der Kompetenzstärkung der Jugendlichen gesehen wird. Berufsorientierung ist damit als Bildungsaufgabe erkannt und anerkannt, auch wenn an dieser Aufgabe von verschiedenen Ansatzpunkten her und auf unterschiedlichen Wegen gearbeitet wird. Trotz der verschiedenen Blickwinkel ist auf der Handlungsebene ein gemeinsamer Kern sichtbar geworden: So besteht nicht nur Einigkeit darüber, dass die Förderung von Selbständigkeit und Eigenverantwortung bei Jugendlichen im Vordergrund stehen muss und Berufsorientierung als Prozess zu verstehen ist. Deutlich wird auch, dass den Praxiserfahrungen sowie einer veränderten Lehrerrolle eine besondere Bedeutung zukommt und schließlich eine stärkere Kooperation und Vernetzung der beteiligten Akteure erforderlich ist.

 


 

Keywords: Berufsorientierung, Berufswahl, Beruf, Jugendliche, Akteure, Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Beschäftigungstrends, Schule, Nachwuchsförderung, Grundausbildung, Qualifizierungsbausteine, Berufsberatung, Kompetenzen, Strukturwandel, Wissensgesellschaft, Handwerksberufe, Berufsschullehrerausbildung, Ausbildungsfähigkeit, Schlüsselqualifikationen, lebenslanges Lernen, Arbeitslehre, Eignung, Neigung, Arbeitsbegriff, Behinderung, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung

Inhalt: Beiträge von bildungspolitischen Akteuren (Berufsorientierung - Reader II)  
Übersicht: Reader Berufsorientierung I + II

 

 (c) 2003 Programm "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben", (c) 2003 sowi-online e.V., Bielefeld  Verantwortlich für diese Seite: Gerd-E. Famulla  Redaktion: Claudia Schreier  WWW-Präsentation: Norbert Jacke  Bearbeitung: Hans-Erich Webers  URL des Dokuments: http://www.sowi-online.de/reader/berufsorientierung/akteure-famulla-schreier.htm  Veröffentlichungsdatum: 01.08.2003