BDA, DGB u. a.: Wirtschaft – notwendig für schulische Allgemeinbildung (2000)

Fragen des Wirtschafts- und Beschäftigungssystems berühren jeden Einzelnen in unserer Gesellschaft in vielfacher Weise. Gleichwohl wird der sozioökonomischen Bildung im Schulalltag nicht die Bedeutung beigemessen, die diesem Unterrichtsbereich im Kanon der Allgemeinbildung zukommen muss.

Auf Initiative von BDA und DGB wurde daher zusammen mit Elternverbänden, Lehrerverbänden und der Wissenschaft das vorliegende Grundsatzpapier "Wirtschaft - notwendig für schulische Allgemeinbildung" erarbeitet. Gemeinsam fordern Eltern, Lehrer, Wissenschaft, Arbeitgeber und Gewerkschaften die Einführung des Faches Wirtschaft in den allgemeinbildenden Schulen. Nun ist es Aufgabe der Politik, diesem Anliegen Rechnung zu tragen.

Die Initiative wird getragen vom Deutschen Elternverein, dem Verband Deutscher Realschullehrer, der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Auch der Bundeselternrat hat in dieser Initiative mitgewirkt und unterstützt den gemeinsamen Ansatz, dass sozioökonomische Bildung in allen Schulformen der allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden muss. Zahlreiche Landesverbände dieser Organisation stimmen im einzelnen den Forderungen der gemeinsamen Initiative zu; ein einheitliches Votum zur Einführung des Unterrichtsfaches Wirtschaft wurde seitens der Bundesorganisation nicht erzielt.

Berlin, im August 2000

Dr. Reinhard Göhner
Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Ingrid Sehrbrock
Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)